Bürgergespräch mit der Polizei
Erster Bürgermeister Ludwig Eisenreich konnte dazu den stellvertretenden Inspektionsleiter Jörg Degenkolb, den leitenden Sachbearbeiter für Verkehr Richard Löhner, den Leiter der Ermittlungsgruppe Peter Kemeder und den neuen Kontaktbeamten Stefan Ferstl begrüßen. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger sowie einige Stadtratsmitglieder nahmen die Gelegenheit zum Meinungsaustausch wahr und brachten Anliegen und Beschwerden vor. Zentrale Themen waren Verkehrsfragen sowie der zunehmende Alkoholkonsum und (der daraus resultierende) Vandalismus durch Jugendliche.Während sich ein Bürger wünschte, dass an der Uferpromenade anstatt der geltenden Regelung „Schrittgeschwindigkeit“ die erlaubte Geschwindigkeit auf 20 oder 30 km/h erhöht werden sollte, waren es fast ausschließlich Klagen über zu schnelles Fahren, das die anwesenden Bürgerinnen und Bürger vorbrachten.
Brennpunkte waren hierbei die Ortseinfahrt Weidenwang, die Bahnhof- und St.-Lorenz-Straße sowie die Gredinger Straße in Berching. Insbesondere an diesen Stellen würden sich die betroffenen Anlieger mehr Geschwindigkeitskontrollen durch die Polizei wünschen.
Allgemeiner Tenor war: „Die Raser halten sich nur an die vorgegebene Geschwindigkeit, wenn es ihnen an den Geldbeutel geht.“ Die Forderung nach einem Fußgängerüberweg an der Gredinger Straße im Bereich der Evangelischen Kirche soll im Rahmen einer Verkehrsschau geprüft werden.
Gleiches gilt für den Vorschlag, an der Uferpromenade im Bereich der Realschule wegen der vielen Kinder und des Busverkehrs die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu reduzieren.
Ein Dorn im Auge einiger Bürger sind die in der Innenstadt parkenden Busse. Zum einen wäre das Stadtbild gestört und zum anderen liege durchaus eine Belästigung vor, wenn die Motoren wegen der Heizung bzw. der Klimaanlage im Stand laufen. Hier wird an die Wirte appelliert, die Fahrer zu bitten, die Busse doch außerhalb der Stadt abzustellen.
Ausgiebig diskutiert wurde die Problematik des Alkoholkonsums durch Jugendliche und dem (daraus resultierenden) Vandalismus.
Man war sich darüber einig, dass es sich hier um ein gesellschaftliches Problem handelt, mit dem alle Städte und Gemeinden zu kämpfen haben. Die Empfehlung der Polizei dazu lautet: „Zivilcourage zeigen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen, die Täter ansprechen und auf jeden Fall anzeigen“.
Beschwerden wurden laut über den „untragbaren Zustand“ im Bereich der Pfarrgasse. Im Zusammenhang mit der dort ansässigen Kneipe leiden die Anwohner unter Ruhestörungen, wildem Urinieren, Glasscherben usw..
Um die Stadtpfarrkirche und beim Bibelgarten kommt es zu Verunreinigungen durch Zigarettenkippen etc., weil sich hier die Hauptschüler nach dem Unterricht und in den Pausen zum Rauchen aufhalten. Insgesamt würden sich die Anwesenden mehr Präsenz der Polizei in Berching wünschen. Optimal wäre eine eigene Polizeistation. Dieser Wunsch lässt sich aber aus personellen Gründen nicht verwirklichen.
Abschließend bedankte sich Erster Bürgermeister Eisenreich bei den anwesenden Polizisten für ihr Kommen und der allgemein sehr guten Zusammenarbeit mit der Stadt Berching.

